Newsarchiv

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Partizipationsmessinstrumente aus einer versorgungswissenschaftlichen Perspektive

Ringvorlesung Soziales und Gesundheit

Sommersemester 2024 I freitags von 10:00-11:30 Uhr I Online

Entwicklung und psychometrische Testung eines Partizipationsmessinstruments für Jugendliche mit und ohne körperlich-motorische Beeinträchtigungen und/oder chronische Erkrankungen – Ergebnisse der PartJu Pilotstudie

Abstract

Partizipation wird in der ICF der WHO und im Bundesteilhabegesetz (SGB IX) als Ziel für Rehabilitations- und Fördermaßnahmen gefordert. Das Begriffsverständnis von Partizipation im rehabilitations- und versorgungswissenschaftlichen Kontext orientiert sich bislang häufig an der ICF, wohingegen sich der internationale Diskurs bereits weiterentwickelt hat. Für den deutschsprachigen Raum fehlt bislang ein ganzheitliches Verständnis von sozialer Partizipation und dementsprechend ein valides Messinstrument, das sowohl die Partizipation sowie mögliche Barrieren, als auch die subjektiven Bedürfnisse und Präferenzen von Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen und/oder körperlich-motorischen Beeinträchtigungen in Bezug auf ihre soziale Partizipation erfasst.

Ziel des Forschungsprojekts PartJu war die auf qualitativen Methoden basierende Entwicklung eines Instruments (Soziales Partizipations-Inventar Jugendliche SPI-J) zur Erfassung sozialer Partizipation von Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen und/oder körperlich-motorischen Beeinträchtigungen. Im Anschluss wurde eine psychometrische Testung des Fragebogens SPI-J durchgeführt.

In diesem Vortrag wird das mixed-methods-Design sowie das methodische Vorgehen vorgestellt. Sowohl die qualitativen, als auch die quantitativen Ergebnisse und deren Triangulierung werden aufgegriffen und die Implementierung in die Praxis skizziert. Abschließend wird die in Vorbereitung befindliche Folgestudie kurz vorgestellt.