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PK-Forschungskollegs
Mit den PK-Forschungskollegs baut das Promotionskolleg NRW (PK NRW) seine Förderstrukturen gezielt weiter aus. Bis 2035 sollen insgesamt acht Forschungskollegs eingerichtet werden, um exzellente Promotionen und Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) nachhaltig zu stärken. Die PK-Forschungskollegs bringen forschungsstarke Professor*innen und Promovierende in thematisch fokussierten Forschungseinheiten zusammen. Ziel ist es, inter- und transdisziplinäre, ggf. aber auch disziplinäre Spitzenforschung zu ermöglichen und dabei Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen gezielt zu fördern.
Was sind die PK-Forschungskollegs?
PK-Forschungskollegs sind zeitlich befristete Forschungsgruppen, in denen besonders forschungsstarke Professor*innen des PK NRW gemeinsam mit Doktorand*innen themenbezogen über vier Jahre intensiv zusammenarbeiten, um exzellente Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden.
Die Forschungskollegs sind offen für alle Abteilungen und alle Fachrichtungen des PK NRW. Auch Professor*innen mit wenig Erfahrung in der Betreuung von Promotionen im Status der Assoziierung am PK NRW (in der Regel Neuberufene) sollen mit erfahrenen Co-Betreuer*innen eingebunden werden.
Das Förderprogramm stärkt somit forschungsstarke Kolleg*innen, entwickelt die Forschungs- und Betreuungsexpertise Neuberufener und schafft sehr gute Qualifizierungsperspektiven sowie verlässliche und strukturierte Rahmenbedingungen für Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen.
Struktur und zentrale Merkmale
Ein PK-Forschungskolleg ist wie folgt aufgebaut:
- Teams: bis zu vier Professor*innen und bis zu vier Promovierende
- Laufzeit: vier Jahre
- Exzellentes Forschungsprojekt zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen (inter- und/oder transdisziplinäre Ausrichtung erwünscht)
Zentrale Merkmale der PK-Forschungskollegs sind:
Lehrentlastung der beteiligten Professor*innen durch Vertretungsprofessuren (9 SWS)
Vollfinanzierung der Promotionsstellen, Umfang orientiert an den DFG-Kriterien
ein forschungsintensives Umfeld, das eine konzentrierte und kontinuierliche Arbeit an den Forschungsfragen ermöglicht.
Ausschreibung und Zeitplan (vorläufig)
Die Ausschreibung für die ersten PK-Forschungskollegs erfolgt im ersten Quartal 2026, der Start der ersten Kollegs ist für September 2026 geplant.
Die genannten Zeitangaben stehen unter dem Vorbehalt der Zuweisung durch das Ministerium. Weitere Informationen zur Ausschreibung erhalten Sie zeitnah.
Auswahlverfahren
Schritt 1
Auswahlprozess in der Abteilung: Aus den eingegangenen Anträgen wählen die Abteilungen einen bzw. zwei Anträge aus (je nach Größe der Abteilung).
Schritt 2
Antragstellung: Die konsortialführende Hochschule reicht den Antrag (inklusive der Zustimmungen zum Antrag durch die anderen beteiligten Hochschulleitungen) mit dem entsprechenden Beschluss der Abteilung bei der Geschäftsstelle des PK NRW ein.
Schritt 3
Die Geschäftsstelle prüft die eingereichten Anträge formal.
Schritt 4
Es werden externe Fach-Gutachten zu allen Anträgen eingeholt.
Schritt 5
Parallel wird ein extern besetztes Gutachter*innen-Gremium (Jury) eingerichtet, dem ausschließlich Wissenschaftler*innen von außerhalb NRW angehören und dem die externen Fach-Gutachten zur Verfügung gestellt werden.
Schritt 6
Pitches der Forschungsteams vor der Jury: Es wird einen Termin vor dem externen Gutachter*innen-Gremium geben, in dem die Teams ihre Ideen pitchen, darlegen, wie sie ihrer Ziele in dieser Zusammensetzung erreichen wollen und auf Fragen der Jury antworten.
Schritt 7
Empfehlung: Das Gutachter*innen-Gremium schlägt Anträge zur Förderung vor.
Schritt 8
Der Vorstand entscheidet auf Grundlage der Jury-Empfehlung.
Auswahlkriterien
Doppelte Gewichtung
- Wissenschaftliche Originalität und Bedeutung für Erkenntnisgewinn und Innovation (wissenschaftliche Relevanz)
- Exzellenz/Qualität des Vorhabens (Forschungsstand, eigene Vorarbeiten, Methodik)
- Plausibilität der Zielerreichung im Förderzeitraum und des Arbeitsprogramms (Arbeitspakete, Zeitplanung)
- Impact zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen
Einfache Gewichtung
- Zusammensetzung des Teams (Wissenschaftliche Reputation, Interdisziplinarität bzw. begründete disziplinäre Zusammensetzung; Integration von neu berufenen Kolleg*innen)
- Erwartbarer wissenschaftlicher Output (wie Veröffentlichungen, Vorträge, Patente etc.)
- Konzept der Doktorand*innen-Betreuung und -Qualifizierung (hier soll dargelegt werden, wie die Betreuung umgesetzt und die Promovierenden in die wissenschaftliche Community eingeführt werden - nicht nur die Erfüllung der RPO des PK NRW)
- Vernetzung und Kooperationen mit wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Organisationen
Zusätzliche „weiche" Kriterien
- Beitrag zur Erreichung von Sustainable Development Goals (SDGs) bzw. Relevanz für Nachhaltigkeitsstrategie des Landes
- Beitrag zu Internationalisierung
Ausbau und Perspektive
Bis 2035 ist der Aufbau von insgesamt acht PK-Forschungskollegs vorgesehen. Damit setzt das PK NRW ein klares Zeichen zur Stärkung der angewandten Forschung und der strukturierten Promotionsförderung in NRW.
Prof. Dr. Eike Quilling
Vorstand
